Morgen….!Sa., 22.06.2013

Hallo Fechter (und solche, die es werden wollen),

morgen veranstalten wir den zweiten Sonntag nach unserem neuen Trainingsplan, mit einer kleinen zeitlichen Anpassung. Es hat sich gezeigt, daß 115 Minuten Pause zwischen den Einheiten doch ganz nett wären, wenn Ihr am Einsteigertraining und am Kampftraining teilnehmen wollt. Also sieht unser morgiger Tag jetzt folgendermaßen aus:

14:00 Einsteigertraining mit Schwerpunkt Ringen

Alex gibt wieder seine Langschwert-Routine und danach zeigt euch Preddie, wie man Knoten in hilflose Menschen macht.

16:15 Kampftraining mit Schwerpunkt Ringen am Schwert!

Torsten wird den Faden aufnehmen und euch zeigen, wie man Knoten in WEHRHAFTE Menschen macht, während sie ein Schwert in der Hand halten. Wie beim letzten Mal findet in der zweiten Hälfte dieser Einheit offenes Kampftraining statt. Es heisst: Jeder gegen jeden, mit allem was da ist!

18:00 Studium und Zorn-Gym

Das Zorn-Gym wird wohl etwas früher beginnen, weil der Beginn davon bereits das Krafttraining für die Kampfeinheit darstellt.  Diesmal zeigt Torsten euch, wie man mit der Hantel die Beine trainiert. Geht nicht? Und ob das geht! Der Rest (Oberkörper usw.) ist optional und „open end“.

Schweißtreibende Einweihung des „Zorn-Gyms“So., 16.06.2013

„Zuviel Kraft gibt es nicht!“ lautet eine alte Kampfsportlerweisheit. In der historischen Schwertfechter-Szene legt man allenthalben zwar viel Wert auf eine korrekte Rekonstruktion und Ausführung der überlieferten Fechtstücke. Zu einer echten Kampfkunst gehört jedoch auch der Wille zur körperlichen Leistung und die Erlangung schlichter körperlicher Überlegenheit.  Zornhau war deshalb schon immer dafür bekannt, einen -im Vergleich zu anderen Gruppen- besonders hohen Wert auf körperliche Fitness, auf Ausdauer und Kraft zu legen. Dieser Tradition folgend hat der Verein sich nun ein echtes, eigenes Gym angeschafft. Was in jedem Boxstall und jeder MMA-Trainingsgruppe längst Standard ist, soll nun auch bei uns die Regel sein. Zornhau verfügt jetzt über Kraftsportgeräte im Wert einer viertstellige Summe: Eine hochwertige Langhantel, 10 Kurzhanteln, reichlich Scheibengewichte für Beides, eine Hantelbank inklusive Rack und eine kleine Auswahl an Kettlebells lassen wenig Wünsche offen und bieten allen Zornies Gelegenheit, ihre Muskeln und die Kraftausdauer zu stählen. Der erfahrene Athlet erkennt schon: Wie es sich für Kämpfer gehört, haben wir auf komplizierte Maschinen und Brimbamborium verzichtet und den Schwerpunkt auf das puristische Training mit freien Gewichten gelegt. Freies Hanteltraining ist -unter fachkundiger Anleitung korrekt ausgeführt- nicht nur gesünder und effektiver für den Muskelaufbau, sondern durch seine komplexen Bewegungsketten und die Schulung der intramuskulären  Koordination auch näher dran an den Bedürfnissen der KämpferInnen.

Ab heute und für Jeden!

Ein erster Schnupperkurs fand großen Anklang, machte allen Beteiligten viel Freude und ließ die Teilnehmer zwar zermürbt, aber glücklich zurück. Das Zornhau-Gymnasion findet jeden Sonntag ab 18:00 in der Halle TVB statt. Die Gewichte stehen dabei grundsätzlich jedem Vereinsmitglied zur Verfügung, und wenn ich schreibe: Jedem, dann meine ich auch Jedem. Denn es wäre schade, wenn jetzt die Starken zwar noch stärker würden, aber die etwas Schwächeren (und die Damen) unter Euch aus falscher Scheu hinten an stehen. Gerade für Euch ist das Zorn-Gym eine große Chance!

Benutzungsregeln

Allerdings gibt es auch einige Regeln, deren Einhaltung wir dringend erbitten.

ALLES, was ihr raus räumt, räumt ihr auch wieder ordentlich zurück. Selbstredend geht ihr mit den Sachen pfleglich um. Gewichte sind (aha!?) schwer und tun weh, wenn sie auf den Fuß fallen. Da die Kurzhanteln außerdem eingeölt und dadurch rutschig sind: Nur vorsichtige und bewusste Bewegungen, auch beim Ein- und Ausräumen! Kurzhanteln werden nach dem Training allesamt wieder auf 15 Kg zurück geschraubt. Die Langhantelstange wird nach Trainingsende ebenerdig auf dem Boden gelagert, die beiden Clips werden bei der Lagerung so an der Stange befestigt, daß die Spangen nach oben zeigen und nicht „gequetscht“ werden. Bei der Lagerung keine Türme aus Hantelscheiben bauen. Es werden nur passende 2er-Paare aufeinandergelegt. Gepumpt wird nur zum Finale eines regulären Trainings oder ab 18:00 im Studium. Zwischen 14- und 18 Uhr nehmt ihr bitte am regulären Fecht-Training teil. Die ersten Monate sollt Ihr nur unter Aufsicht trainieren! Das Training mit freien Gewichten fordert einige Übung und Erfahrung. Wenn man die Übungen falsch macht (und das passiert vor allem am Anfang sehr leicht), besteht die Gefahr von Fehltraining und ernsthaften Verletzungen. Daher trainiert jeder Zornhauer anfangs eine Weile unter der Anleitung von Bernd oder Torsten. Später dann, wenn die Übungen sitzen, dürft ihr auch komplett eigenständig pumpen.

Das wars auch schon. Wir wünschen Euch viel Freude mit dem neuen Equipment sowie viel Erfolg beim Aufbau eines starken, gesunden Fechterkörpers.

Am Sonntag geht’s los!Mo., 10.06.2013

Liebe Zornies,

wir möchten euch noch einmal auf die Änderungen im Trainingtsplan hinweisen, die jetzt am 16. Juni in Kraft treten. Der kommene Sonntag wird folgendermaßen aussehen:

14:00 Einsteigertraining mit Schwerpunkt Ringen

Alex wird Euch zuerst wie gewohnt in den Grundlagen des Langen Schwertes unterweisen. Doch dann wird er zusammen mit Predrag ein Crossover-Training mit einigen Grundlangen zum Ringen gestalten.

16:00 Offenes Kampftraining für Alle!

Lasst uns Fechten! Die Einsteiger dürfen gleich dableiben und mitmachen. Torsten wird den Rahmen vorgeben und mit Euch die Verborgenen Häue vom Freitag in einigen Freikampfspielen wiederholen. In der zweiten Hälfte der Trainingseinheit dürfen Säbel gezogen, Ringmatten herausgeholt und Holzdolche gezückt werden.

18:00 Studium und Zorn-Gym

Das Studium findet von nun an um 18:00 Uhr statt. Neben den üblichen Projektgruppen wird außerdem feierlich das Zorn-Gym eingeweiht: Unter Torstens Anleitung könnt Ihr das neue Equipment testen und lernt, wie ihr von nun an Eure Muskulatur mit Kurz-und Langhanteln aufbauen könnt.

Erscheint zahlreich, wir freuen uns auf Euch!

Freikampftraining FÜR ALLE Mitglieder am kommenden SonntagMi., 02.01.2013

Hallo Freunde,

Preisfrage: „Was ist Schwertkampf“ ? Eine richtige Antwort darauf lautet: Nicht daß, was ihr Dienstags, Freitags und Sonntags (vor 18 Uhr treibt)!“. Das ist nämlich nur Training. 🙂
Denn beim Schwertfechten geht es letzendlich nicht um das (manchmal langweilige) Üben von Huten, Häuen und Stichen. Es geht auch nicht um das Vorzeigen von zig Fechtstücken und deren Brüche. Am Ende geht es um den KAMPF. Also darum, den Anderen gegen seinen Willen zu treffen, ohne dabei selbst getroffen zu werden. Unser Training ist somit oft kein eigentlicher Schwertkampf, sondern nur der Weg dorthin. Die meisten von euch sind -nach dieser Definition- folglich keine Schwertkämpfer, sondern lediglich “trockenübende” Fechtadepten. Ein Teil der Zornis hat jedoch den Schritt vom Trockenschwimmer zur Kampfsau bereits vollzogen und schlägt sich fleissig: Jeden Sonntag gibt es bei uns eine besonders anspruchsvolle Trainingseinheit, die sich dem „echten“, dem freien Fechten widmet und normalerweise nur fortgeschrittenen Kämpfern vorbehalten ist. In unregelmäßigen Abständen jedoch ist diese Einheit für ALLE Zornhauer, auch uns ganz besonders für die Neulinge, offen.

Am kommenden Sonntag, den 6. Januar, werden wir solch ein offenes Kampftraining veranstalten, damit den Einsteigern die Teilnahme erleichtert wird, lassen wir das Einsteigertraining ausfallen!

Warum solltet ihr unbedingt Freikampftraining betreiben?

Ihr stellt fest, daß zwischen dem Üben von Stücken MIT- und dem freien Fechten GEGEN einen Trainingspartner Welten liegen. Ihr lernt, eure Fähigkeiten realistischer einschätzen und werdet verstehen, wo ihr auf eurem persönlichen Weg der Fechtkunst steht. Ihr lernt, wozu Techniken eigentlich gut sind und wie sie wirklich in einer Kampfsituation funktionieren (oder auch nicht funktionieren). Ihr lernt eure körperlichen Grenzen kennen, denn Kämpfen ist anstrengender als Stücke üben. Ihr lernt auch eure mentalen und psychischen Grenzen kennen, denn es ist ungewohnt, in einer dicken Schutzsausrüstung zu stecken und Leute zu schlagen… geschweige denn, geschlagen zu werden. Zum Kämpfen -auch zum freundschaftlichen- braucht man Mut und innere Ruhe. Ihr werdet in die Lage versetzt, zu entscheiden ob Schwertkampf wirklich etwas für euch ist und wann ihr mit dem eigentlichen Kämpfen beginnen wollt.

Natürlich kann euch ein einziger Trainigsabend dies nicht wirklich vermitteln, aber ihr werdet einen kleinen Einblick erhaschen und zumindest mal das Gefühl erleben, das diese Erfahrung mit sich bringt. Wenn ihr dann Blut geleckt habt und eure Fähigkeiten es zulassen, dürft ihr dauerhaft mitmachen.

Wer ist eingeladen?

Jede(r)! Egal ob ihr schon ein Jahr oder erst eine Woche dabei seid, egal ob Mann oder Frau. Über Mädels, deren Berührungsängste meistens etwas größer sind, freuen wir uns natürlich ganz besonders, also traut euch!

Was passiert am kommenden Sonntag?

Ihr trainiert ganz normal bei uns mit und werdet dabei von den harten Jungs und meiner Wenigkeit behutsam und mit viel Spaß an die ungewohnte Situation des freien Fechtens herangeführt. Dazu bedienen wir uns diverser semi-freier Übungen, deren Intensität sich im laufe des Trainigs steigert. Das Verletzungsrisiko ist nicht höre als in meinem Freitagstraining, der Schwitz- und Spaßfaktor jedoch schon! 😉

Was braucht ihr?

Nur eure normalen Trainingsklamotten, eure Maske (sofern vorhanden) und eure Trainingswaffe. Den Rest (auch Masken, falls ihr noch keine habt) stellen wir.

Bis dann, man haut sich, Euer Torsten!

Das HEMA-Blog von J.P. KleinauDi., 24.07.2012

 

Jens Peter Kleinau ist seit sieben Jahren Mitglied des Zornhau – historische Kampfkunst e.V. und gibt seit drei Jahren Unterricht im Langen Messer und mit der Schwert-Buckler-Kombination. Frei nach dem Motto „Die Feder ist mächtiger als das Schwert“ ist der darüber hinaus auch ein belesener Mann und legt eine unfassbare Hartnäckigkeit an den Tag, wenn es darum geht, weitere historische Quellen zur Fechtkunst aufzuspüren und miteinander zu vergleichen. Außerdem ist er Freigeist, streitbarer Querdenker und Disputant: Seine Theorien zu den alten europäischen Kampfkünsten sind mal polarisierend, mal bestechend, aber immer einen Gedanken wert.

Es ist kein Geheimnis, daß JPK seine Recherchen und Überlegungen in einem Blog auf http://talhoffer.wordpress.com/ veröffentlicht, welches wir hiermit wärmstens empfehlen wollen.

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