Schwertexkursion nach Dinkelsbühl

Für die Beschäftigung mit historischer deutscher Fechtkunst gibt es viele gute Gründe. Die einen sehen in der Tradition des Johannes Liechtenauer vor allem eine hoch effektive Kampfkunst, die es zu rekonstruieren gilt und so hart und praxisnah wie möglich zu trainieren. Andere wiederum sind vor allem von der dahinter stehenden Historie, von den Fechtbüchern und anderen Quellen fasziniert. Bei Zornhau finden sich beide Gruppen, wobei im günstigsten Fall bei jedem Einzelnen Trainingswut und historisches Interesse gleichermaßen ausgeprägt sind. Allerdings spielt es keine Rolle, wo die persönlichen Vorlieben eines Einzelnen auf diesem Koordinatensystem liegen, denn eines haben alle gemein: Die Faszination für echte Blankwaffen in ihrer reinsten Form, nämlich den erhaltenen historischen Originalen.
Der Reiz des Originals
Sammler und Kunsthändler Jürgen H. Fricker und das Domizil seines Antikwaffenhandels, der Segringer Torturm.

Normalerweise hat man es als Praktiker mit einem durchschnittlichen Einkommen bekanntermaßen mit modernen Repliken zu tun. Diese erfüllen selbstredend, je nach der Akkuratesse ihres jeweiligen Produzenten, ihren Zweck. Doch hat man immer die bange Frage im Hinterkopf, um wie viel denn die Waffe nun vom Original abweicht. Hier muss man sich auf das Wort des Schmiedes verlassen, der jedoch - vor allem im unteren Preissegment - oft nur auf Sekundärquellen oder gar schlichtes Augenmaß und Mutmaßungen zurückgreift. Will man wirklich mehr über die Blankwaffen des Mittelalters und der Renaissance erfahren, kommt man an der Begutachtung historischer Originale nicht vorbei.

Dies trifft vor allem dann zu, wenn man mit dem Gedanken spielt, sich vom Handwerker seiner Wahl selbst einmal für den eigenen Bedarf eine hochwertige Replik anfertigen zu lassen.
Jeder historische Fechter träumt davon, schöne, gut erhaltene vier- bis fünfhundert Jahre alte Schwerter selbst einmal in die Hand und unter die Lupe nehmen zu können. Leider ist das für Normalsterbliche so einfach nicht möglich. Historische Blankwaffen sind kostbare Museumsstücke, ihre Zahl ist begrenzt und allesamt werden sie mit dem Fortschreiten der Zeit immer wertvoller. Museen als öffentlich bezuschusste Einrichtungen tragen eine große Verantwortung und ihre Sammlungen werden normalerweise nur Wissenschaftlern entsprechender Fachgebiete zugänglich gemacht. Auch Privatsammler hüten ihre Schätze verständlicherweise wie ihren Augapfel und lassen nicht gleich jeden Fremden in ihre Privaträume.

Angefüllt mit Schätzen: Der Verkaufsraum des Turms.


Da braucht es einen seriös auftretenden Verein und die gewisse Dosis Vitamin B, damit man zu solchen Gelegenheiten kommt. Hatte der Autor dieses Artikels Anfang 2007 durch die freundschaftliche Hilfe des Vereins "Dreynschlag" die Gelegenheit, Prunkwaffen der Wiener Hofjagd- und Rüstkammer genauer zu untersuchen, so bot sich an einem Juliwochenende dieses Jahres eine weitere Chance ganz besonderer Art. Zornhau war Gast in den Verkaufsräumen des Antikwaffenhändlers Fricker. Jürgen H. Fricker, ehemaliger Kunstmaler und Werbefachmann, begann sich Mitte der 70er Jahre, beruflich umzuorientieren und beschloss, seine Leidenschaft für historische Waffen zum Beruf zu machen. Er begann zu sammeln und zu handeln und trägt inzwischen allerhand Titel, z.B. den eines "öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen für historische Waffen" und ist "Sekretär des Kuratoriums zur Förderung historischer Waffensammlungen".
Mit einigen Telefonaten und der Schilderung unserer weit gefassten Vereinstätigkeit gelang es mir Herrn Fricker schnell für einen Besuch unsererseits zu begeistern.

Schwertfanatiker unter sich

So erschienen wir dann an einem sonnigen Samstag im fränkischen Dinkelsbühl, bekannt für seine gut erhaltenen Wehranlagen und dem wunderschönen historischen Stadtkern. Die Residenz des Gelehrten entpuppte sich als der auf der Website versprochene Teil dieser alten Stadtmauer in Form des beeindruckenden Segringer Torturms. Fricker, ein offener, freundlicher und etwas exzentrisch wirkender alter Herr mit zersaustem langem Haar, öffnete

Darf's auch etwas mehr sein? All diese Originale sind käuflich zu erwerben, das nötige Kleingeld vorausgesetzt.

uns die knarrende Holztür des alten Turms und ließ uns in sein Reich. Nach einer kurzen Vorstellung stürzten wir uns wie Ertrinkende auf die Berge von Blankwaffen, mit denen der kleine, gemütliche Raum des Turmes angefüllt war. An Wänden und Balken hingen lange Schwerter, in Vitrinen stapelten sich gotische Scheibendolche, Rapiere, Säbel und Dussäcke, Bidenhänder und Spieße standen auf Gestellen, in den Zimmerecken standen mannsdicke Bündel von Hellebarden, Aalspießen, Kleven und Mordäxten. Beinahe jeder Zentimeter des kleinen Raumes war angefüllt mit bestens erhaltenen Stücken für das jeder von uns sein letztes Hemd verpfändet hätte.

Der einzige Grund, warum wir das nicht taten: Es hätte nicht gereicht! Selbst die unauffälligsten Stücke waren im besten Zustand, in dem man sich originale Renaissancewaffen wünschen kann. Fast alle Schwerter hatten nur mäßige Rostschäden, fast immer war noch das Griffleder vorhanden; die Waffen waren im Grunde fechttauglich. Hätte man eines davon auf den Warentisch eines Mittelaltermarktes gelegt, wäre es (von der handwerklichen Perfektion einmal abgesehen) nicht weiter aufgefallen. Die Preise für solche Artefakte bewegen sich in der Regel im fünfstelligen Bereich, jedes Schwert, welches wie untersuchten kostete mindestens 11.000.- Euro und nach oben hin schien es keine Grenzen zu geben.
Umso mehr verwunderten und erfreuten uns die lockere Art und die außerordentliche Geduld unseres Gasgebers. Wir hatten erwartet, einige wenige Stücke unter strenger Bewachung begutachten zu dürfen. Doch wurde uns erlaubt, JEDES Stück in die Hand zu nehmen, herumzureichen, nach belieben wissenschaftlich zu dokumentieren und sogar mit nach draußen zu nehmen (!) um einige Huten und (selbstredend kontaktlose) Haue damit zu tun!!

Der Autor beim "Ausprobieren" eines Originals im Verkaufswert von ungefähr 12.000.- Euro. Man ist ja gut versichert...


Man mag argumentieren, dass der Meister ja öfter Kunden in seinen Verkaufsräumen zu begrüßen hat, aber angesichts unserer nicht vorhandenen Kaufabsicht ist solch ein großes Vertrauen doch äußerst bemerkenswert, und an dieser Stelle noch einmal unser herzliches Dankeschön dafür!
Derart euphorisiert machten wir uns also ans Werk. Wir waren ja nicht nur zum Gaffen, sondern auch zum Dokumentieren gekommen. Zu diesem Zweck übernahmen wir das Formular der "Dreynschläger", welches ich schon auf meiner Wien-Tour kennengelernt hatte (auch an dieser Stelle einen Dank) und begannen, von einigen besonders schönen Stücken, Daten zu erheben. Erfasst wurden nicht nur Grunddaten wie Gewicht, Länge einzelner Teile und der Schwerpunkt, sondern z.B. Klingengeometrie, Klingendicke und Breite an verschiedenen Stellen, Maße der Hohlkehlen, Gehilzform, Beschädigungen, natürlich der Schwingungspunkt und vieles mehr.
Die PDFs mit den Datenblättern findest du jeweils bei den Schwerfotos in diesem Artikel.

Verloren in Details...

Neben dem ausnehmend guten Zustand der Waffen gefiel uns auch die Tatsache, dass es sich gerade bei Messern und Schwertern nicht um unbenutzte und mit Ornamentik überfrachtete Prunk- und Geschenkartikel handelte, wie das z.B. in Wien und anderen Sammlungen der Fall ist. In vielen Fällen

Wir nehmen's genau: Lena Ulrich und Wolfgang Landwehr bei der Vermessung eines der Stücke.

hatten wir es mit echten Kampfschwertern zu tun, die auch deutliche Spuren ihrer Benutzung aufwiesen. Tiefe Scharten sah man natürlich selten. Fast immer waren sie - so gut wie möglich - rausgeschliffen worden. Oft war die Scharte daher nur noch ein kleiner rund gefeilter Nick. Manchmal war sogar, wahrscheinlich aufgrund einer besonders starken Beschädigung der Schneide, eine deutlich sichtbar ausgeschliffene "Delle" vorhanden, welche die Klingengeometrie merklich veränderte, aber den Tötungsnutzen der Waffe wohl kaum beeinträchtigt haben muss. Viele Schwerter waren nach Auskunft Frickers in ihrer Geschichte als historische Relikte mal nachgeschärft, mal absichtlich stumpf gemacht worden, während sie in den Jahrhunderten von einer Sammlerhand in die nächste gewandert waren. Welche Schädigungen also durch die Benutzung als Tötungswerkzeug und welche durch unsachgemäße Handhabung während der Lagerung zustande kamen, lässt sich im Nachhinein nur noch schwer feststellen. Auffällig jedoch, dass sich die meisten Scharten an der Klingenschwäche befanden, dem Teil also, der beim Hau am häufigsten mit der gegnerischen Waffe in Berührung kommt. Weitere Scharten fanden sich vermehrt in der Klingenstärke, nahe dem Kreuz, was sich in seiner Gesamtheit mit der Fechttradition Liechtenauers deckt.

Spannend war auch die nähere Betrachtung der Waffenstähle, insbesondere natürlich die Klingen. Durch die leichten Korrosionsschäden sichtbar gemacht, war in den meisten Fällen ein schlangenartiges Relief erkennbar, das sich vom Gehilz bis zum Ort durch die ganze Klinge zog. Aufgrund des - im Vergleich zu heutigen Monostählen - in der Renaissance verwendeten eher minderwertigen Ausgangsmaterials, waren die Schmiede gezwungen das Material durch Feuerverschweißung und mehrmaliges Falten zu homogenisieren. Dadurch entstand, genau wie bei japanischen Schwertern auch, ein typisches Muster im Stahl, welches je nach eingesetzter Schmiedetechnik variiert. Den daraus entstehenden Schweißverbundwerkstoff mit dem Etikett "Damast" zu belegen, wäre voreilig, denn die Muster werden bei der nachfolgenden Politur beinahe unsichtbar gemacht und keineswegs der Optik wegen durch den Einsatz irgendwelcher Säuren betont. Mit dem von modernen Mythen umwobenen "Damaszener Stahl" gar hat der gefaltete Raffinierstahl des späten Mittelalters überhaupt nichts zu tun. Das Herstellen von Schweißverbundstählen folgt anderen Gesetzmäßigkeiten und war auch in Europa bereits in der Spätantike bekannt.

Eine nähere Betrachtung einiger Waffen.

Unsere Besuchszeit reichte neben einer Zeit staunenden Gaffens auch für die detaillierte Dokumentation von fünf ausgesuchten Exemplaren. Drei lange Schwerter, ein langes Messer und einen Einhänder nahmen wir uns näher zur Brust. Wie schon erwähnt, fanden sich im Verkaufsraum vor allem Waffen aus der Renaissance. Bei den langen Schwertern, die uns natürlich in besonderem Maße gefielen, stellten wir eine Häufung der Datierung auf das Jahr 1530 fest, die Langschwerter des Herrn Fricker fielen also alle auf die Fechtepoche irgendwo zwischen den beiden Meistern Paulus Hector Mair und Joachim Meyer. Auch die ästhetische Ähnlichkeit der Waffen sprang sofort ins Auge. Das Kreuz war in allen untersuchten Waffen dieses Zeitraums mit spiraligen Schneidarbeiten und abgeflachten oder runden Kreuzkappen versehen. Auch die Birnenknäufe hatten solche Schneidarbeiten und sahen nicht wirklich aus wie Birnen, sondern eher wie verdrehte Knoblauchzwiebeln. Eselshufe und Fingerringe waren ebenfalls immer vorhanden, auch meistens tordiert.

Fast immer handelte es sich um klassische lange Schwerter mit abgeflachter, rhombischer Klingengeometrie und mehrere tief ausgeführte Hohlkehlen nach Oakeshott-Typ XX und Xxa. Auffällig war auch die relativ hohe Flexibilität der Klingen, welche in dieser "wabbeligen" Ausprägung kaum zum "Halbschwertfechten", also dem Harnischkampf mit der zweiten Hand an der eigenen Klinge, brauchbar gewesen wären. Schon mit einem leichten Stoß gegen die Knaufseite waren die Klingen in Schwingung zu versetzen, so dass man den Schwingungspunkt sofort und ohne Probleme bestimmen konnte. Oft war deutlich eine verdickte Fehlschärfe vorhanden, auf der sich dann meistens einfache Verzierungen und immer auch eine Schmiedemarke fanden. Das Gewicht der Langschwerter pendelte immer irgendwie zwischen 1400 und 1600 Gramm, Ausnahme war ein sehr großer Zweihänder gleicher Machart von beinahe 160 cm Gesamtlänge, der deutlich über 2,5 Kilo wog.

Eines der Schwerter hatte neben der regulären (beidseitigen) Schmiedemarke in Form einer Messingtauschierung noch einen Stern mit Schweif eingestempelt, den wir als "Stern von Bethlehem" und somit als eine Art Heilszeichen interpretierten, ein anderes die Initialen "H.T.A".
Eine weitere Waffe, die uns als historische Fechter immens beeindruckte, war ein langes Messer, ebenfalls aus dem Zeittraum um 1530. Leicht, führig und somit extrem schnell, wies dieses Stück nicht nur die bei langen Messern oft gesehene Gegenschärfe an der Klingenschwäche auf, sondern verbreitete sich an dieser Stelle sogar noch einmal um gute 5 mm.
Wie die langen Messer in den Fechtbüchern von Hansen Lecküchner oder Albrecht Dürer ließ sich dieses wundervolle Spielzeug einhändig führen, doch erlaubte die Waffe auch plötzliche, starke zweihändig geführte Hiebe.
Dank Herrn Frickers Vertrauen durften wir das sogar ausprobieren. Man stelle sich die Blicke der Passanten vor, als da plötzlich jemand mit einem wertvoll aussehenden Schwert, an dem noch das Info-Schildchen hängt, aus einem Turm der Stadtmauer tritt und beginnt Hutenwechsel zu exerzieren und die Luft mit einigen Hieben zu zerschneiden. Es bleibt nur Wenigen vergönnt, solche Stücke nicht nur zu vermessen, sondern auch in ihrer Handhabung zu testen und wir haben dies bei fünf Exemplaren getan.

Mittelalterliche Waffen, also solche aus der Zeit vor 1500, waren auch im Segringer Torturm selten und wurden von uns respektvoll bestaunt.... und natürlich auch angefasst. In einer der Vitrinen lachten uns zwei wunderbare spätgotische Scheibendolche (einer mit Elfenbein- der andere mit reich geschnittenem Eisengriff, siehe Abbildung unten) für jeweils läppische 6000.- EUR an, wie man sie in den Fechtbüchern von Talhoffer und vielen anderen Meistern finden kann. Schön war hier der leicht hohlschliffige Viereckquerschnitt dieser tödlichen Selbstverteidigungswaffen zu erkennen.
Ebenfalls tief beeindruckt waren wir von den beiden ältesten Exponaten, zwei hochmittelalterliche Einhänder (Oakeshott-Type XII), datiert auf das zwölfte Jahrhundert, mit ihrem charakteristischen Paranussknauf. Trotz des fehlenden Griffholzes waren die Bodenfunde ansonsten weitgehend vollständig und gut erhalten, wunderschön die Schmiedemarken und (magisch- oder religiösen?) Verzierungen.
Wunderschön auch (und kaum aus der Hand eines Co-Trainers zu bekommen) war ein klassisches Schwert aus dem 15. Jahrhundert zu anderthalb Hand mit Birnenknauf und schlankem, leicht nach vorn gerichtetem Kreuz.

Information Overflow" und Abschied.

"Weitere Stücke aus der Wunderkammer, die uns ins Auge fielen, auch wenn sie unser fechterisches Interesse nur am Rande berührten, waren Linkhand-Dolche mit auf Knopfdruck vorspringenden und am Kreuz arretierenden Klingenfängern ("Mission Impossible"-Schnickschnack der Renaissance), eine wunderschön bemalte, anschnallbare Armtasche mit Stichdorn, eine gut erhaltene und ebenfalls bemalte Parvese, einige Stangenwaffen des späten 15. Jahrhunderts (Von denen man sich ewig darüber streiten konnte, ob es sich jetzt um eine Streitakt, eine Hellebarde oder einen etwas zu langen Rabenschnabel handelte) und ein ganzer, großer Schirmständer voll von barocken Kavaliersdegen (in dieser Masse ein bizarrer Anblick).

Gegen Abend bedankten wir uns bei unserem Gastgeber mit einer Fechtvorführung und setzen unsere Fachsimpelei noch ein wenig fort. Als wir, schon im Gehen begriffen, noch auf einige Details bezüglich unserer Arbeit mit alten Fechtbüchern erläuterten, warf uns Fricker mit der beiläufigen Erwähnung aus den Socken: "Na, hätten sie das gleich gesagt, originale Fechtbücher hab ich auch noch irgendwo ein paar..."
Nun, wir kommen wieder.

Torsten Schneyer

Man kommt mit dem Staunen gar nicht mehr hinterher: Ein gotischer Anderthalbhänder, zusammen mit zwei wunderschönen Scheibendolchen auf einem kostbaren Waffenbuch der Renaissance.

 

"ZEF-1": Dieses enorme Langschwert von 159 cm Gesamtlänge wiegt 2740 g und hatte trotz seines unhandlich wirkenden Gewichtes deutliche Nutzungsscharten an der Klinge. Wie alle Langen Schwerter, die wir genauer vermaßen, datiert auf 1530. Interessantes Detail: Der "Kometen"-Stempel (rechts) auf dem Ricasso, der nicht der tauschierten Schmiedemarke (oben) entspricht.

Große Bildansicht
Datenblatt als PDF

"ZEF-2": Ein wunderschönes und sehr schnelles Langes Schwert von 128,5 cm Gesamtlänge und 1420 g Gewicht. Auffällig sind der zum Schneiden eher hinderliche Klingengeometrie mit einem "Knick" vor der Schneide und die recht große Gravur "H.T.A".

Große Bildansicht
Datenblatt als PDF

"ZEF-3": Ein weiteres Langes Schwert, mit langer Hohlkehle und punzierten Knauf-und Kreuzkappen aus Messing. Es entspricht mit einer Gesamtlänge von genau 130 cm und einem Gewicht knapp über 1600 g ziemlich exakt unseren bevorzugten Trainingswaffen. Dank der Schneidengeometrie und der ziemlich geraden, leicht kopflastigen Klinge würde dieses Exemplar in geschärftem Zustand bei einem Schnittest sicher eine gute Figur machen. Links gut erkennbar: Massive Ausfeilungen der Schneide, wahrscheinlich wurden dort Schäden ausgebessert, ein Rest der Scharte ist auch noch erkennbar.

Große Bildansicht
Datenblatt als PDF

"ZEF-4": Ein Langes Messer aus Albrecht Dürers Zeiten, datiert auf 1500. Dank der langen Doppelkehlung und der geringen Klingendicke mit 1020 g herrlich leicht. Die fragilste und schnellste Waffe im Test. Beachtenswert ist die Einbuchtung des Klingenrückens um einige Millimeter, welche dann in eine erhaben ausgeschmiedete Gegenschärfe ausläuft.

Große Bildansicht
Datenblatt als PDF

"ZEF-5": Dieser wuchtige Einhänder, ein auf das frühe 12. jahrhundert datierter Bodenfund, war das einzige mittelalterliche Schwert, daß wir detailiert beschreiben konnten, auch wenn noch mindestens zwei weitere Klingen vor 1500 vorrätig waren.

Große Bildansicht
Datenblatt als PDF