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ordal gerichtlicher zweikampf

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BenutzerBeitrag

20:01
7. März 2012


Christof Ritter

Christof Ritter
Member

Beiträge 163

Beitrag 09:11 – 8. März 2012 bearbeitet von Christof Ritter


Würde gerne an dieser stelle fakten zum gerichtlichen zweikampf sammeln. Waffen, schutz, regeln, platzgröße usw. Da es doch sehr den kampf beeinflusst.Vor allem wen man fechtquellen benutzt die für den gerichtlichen zweikampf gechrieben wurden sind.

Doch alle Lust will Ewigkeit……………will tiefe tiefe Ewigkeit

09:06
8. März 2012


Christof Ritter

Christof Ritter
Member

Beiträge 163

Beitrag 09:14 – 8. März 2012 bearbeitet von Christof Ritter


http://schiffsmond.net/?p=464 ist ein guter artikel sich einzulesen.

Erste erkenntnisse :

Ringgröße 25 schuh groß ca 7,5x7,5 m (danke armin) wirkt sich beim stangenkampf stark aus

Um unblutige wunden wird nicht gekämpft

Schwertspitzen werden abgebrochen( soll wohl weniger über stiche entschieden werden)

Die Sonne soll gleichmässig auf die kämpfer aufgeteilt werden( blendvorteil)

Doch alle Lust will Ewigkeit……………will tiefe tiefe Ewigkeit

10:54
20. März 2012


Alex

Alex
Moderator

Beiträge 84

Kleiner Einwand:

Das Wörtchen "gebrochen" als Attribut für den Ort in diesem Kontext würde ich eher als "stumpf" also auch geschliffen etc. als wirklich "abgebrochen" deuten.

Klugscheißerdetail, ich weiß, aber trotzdem.

23:22
20. März 2012


Christof Ritter

Christof Ritter
Member

Beiträge 163

Bei ner stumpfen spitze gehe ich mal davon aus das die stiche auch weniger efektiv wären.

Doch alle Lust will Ewigkeit……………will tiefe tiefe Ewigkeit

16:01
31. August 2012


Clemens

Gast

Beitrag 16:01 – 31. August 2012 bearbeitet von Clemens


Freut mich das dir der Artikel gefällt. Was ich mich gerade Frage, Richtschwerter verfügten ja über keinen Ort, ob das etwas mit dem im Gerichtskampf abgebrochenen Ort zu tun hat, ist das vielleicht in irgendeiner Form symbolisch zu verstehen?

12:43
5. September 2012


Torsten Schneyer

Torsten Schneyer
Admin

Beiträge 231

Hallo Clemens,

 

Zuerst einmal ist zu sagen, daß "Richtschwerter" als eigenständige Waffengattung mit rundem oder abgeflachtem Ort erst im 17. Jahrhundert auftauchen.

Im hohen und späten Mittelalter werden Hinrichtungen mit der Klinge (meistens auf Heiligenbildern) mit üblichen Langschwertern und Haumessern dargestellt, die sich von den ansonsten üblichen Waffen in nichts unterscheiden.

Der "Richtschwertkult" -also das Pflegen von speziellen, reich verzierten Sonderanfertigungen, die von Henker-Dynastien oder Stadtbütteln aufbewahrt werden, ist eher eine Tendenz der Neuzeit.

Der Grund, warum Richtschwerter ab dem 17. Jahrhundert einen runden oder sogar rechteckigen Ort haben, ist wahrscheinlich sehr profan: Sie wurden nur für diesen einen Zweck der rituellen Enthauptung verwendet. Es handelt sich um Spezialwerkzeuge für einen bestimmten Zweck und ein spitzer Ort zum Stechen wird einfach nicht gebraucht.

Hinter'm dichten Fichtendickicht picken dicke Finken tüchtig.

09:56
10. September 2012


jpk

Member

Beiträge 57

Christof Ritter schrieb:

Würde gerne an dieser stelle fakten zum gerichtlichen zweikampf sammeln. Waffen, schutz, regeln, platzgröße usw. Da es doch sehr den kampf beeinflusst.Vor allem wen man fechtquellen benutzt die für den gerichtlichen zweikampf gechrieben wurden sind.

Ich habe zwei recht ausführliche Artikel dazu geschrieben:

1. Gerichtskampf zwischen Rittern, sehr detailliert 

http://talhoffer.wordpress.com…..htly-duel/

2. Gerichtskampf mit Talhoffer Schilden

http://talhoffer.wordpress.com…..-konstanz/

Eric Jaeger hat sehr ausführlich recherchiert und ein Buch geschrieben, das IMHO nur sehr wenige Fehler hat: http://www.amazon.de/Auf-Ehre-…..3421059543 - ich habe es zu Hause (falls noch nicht verschenkt) und kann es verleihen.

Betreffend der Gerichtskämpfe bei Talhoffer ist Vorsicht angebracht. Die genannten Regeln und Verhaltensideen sind sicherlich korrekt. Doch die Darstellung eines Kampfes wie im Königsegg sind IMHO keine Kampfdarstellungen sondern genau wie der Rest zu betrachten. Ob Königsegg wirklich gekämpft hat, ist berechtigt anzuzweifeln. Siehe http://talhoffer.wordpress.com…..konigsegg/

12:35
3. Oktober 2012


Christof Ritter

Christof Ritter
Member

Beiträge 163

Endlich mal Zeit.

Mir geht es Spezial darum in wie fern der gerichtliche Zweikampf den Kampfstil beeinflusst. Um genau zu sein in wie weit beeinflussen die Regeln und die Fläche des Kampfplatzes die Kampftechniken.

Da thalhofer ja hauptsächlich gerichtliche Zweikämpfe dargestellt hat würde dies ja auch einiges für die techniken erklären

Ob der der dargesteltte Zweikampf im Königsegg so statt gefunden hat ist für mich nicht so sehr relevant.

 

Wichtiger ist mir der Kampf mit dem Speer und warum nur techniken im Nahkampf dargestellt sind. Da diese Waffe ja im Fernkampf ihre größten Vorteile besitzt.

https://www.dropbox.com/sh/zg00dnj3knsthly/37xYFYa4cf

 

Fakt ist das die thalhoferischen Techniken funktionieren, aber zum Verständniss würde ich gerne mehr zu dem gerichtlichen Zweikampf verstehn.

Doch alle Lust will Ewigkeit……………will tiefe tiefe Ewigkeit

14:21
7. November 2012


Clemens

Gast

Beitrag 22:14 – 10. November 2012 bearbeitet von Clemens


Der Grund, warum Richtschwerter ab dem 17. Jahrhundert einen runden oder sogar rechteckigen Ort haben, ist wahrscheinlich sehr profan: Sie wurden nur für diesen einen Zweck der rituellen Enthauptung verwendet. Es handelt sich um Spezialwerkzeuge für einen bestimmten Zweck und ein spitzer Ort zum Stechen wird einfach nicht gebraucht.

@ Torsten, vielen Dank für die Antwort. Aber überzeugend finde ich die Theorie zur fehlendenden Spitze nicht unbedingt, könnte natürlich sein das Du da recht hast, aber dann hätte man das Parier ebenso weglassen können. Warum hat man nicht, wenn man alles unnötige einsparen will?

 

@ JPK,  vielen Dank für Deinen Beitrag. Den Roman habe ich mir gleich besorgt und verschlungen, hat mir sehr gut gefallen. Den Bericht von Eyb habe ich auch versucht zu finden, ich habe jedoch nur eine Art Aufsatz über Ludwig von Eyb von Constantin Höfler gefunden , leider ist der Kampf dort lange nicht so ausführlich beschrieben wie in Deinem Blog. Kannst Du mir eine Quelle nennen wo ich den ausführlichen Bericht her bekommen kann?

Mir geht es Spezial darum in wie fern der gerichtliche Zweikampf den Kampfstil beeinflusst. Um genau zu sein in wie weit beeinflussen die Regeln und die Fläche des Kampfplatzes die Kampftechniken.

Die Zeitgenössischen Berichte über Gerichtskämpfe die ich bisher gelesen habe scheinen vom Kampfstiel her ind die Richtung zu gehen: Tu was immer Deinem Überleben förderlich ist.

Wichtiger ist mir der Kampf mit dem Speer und warum nur techniken im Nahkampf dargestellt sind

Auf den ersten Blick sieht es aufgrund der räumlichen Situation in den Handschriften natürlich nach einem Nahkampf aus. Aber vielleicht liegt das auch nur daran das der Zeichner die beiden Kämpfer auf einer Buchseite unterbringen musste.

14:48
16. November 2012


Christof Ritter

Christof Ritter
Member

Beiträge 163

Die techniken für den speer habe ich alle trainiert, es sind definitiv alle samt nahkampf- techniken!

Doch alle Lust will Ewigkeit……………will tiefe tiefe Ewigkeit

19:38
17. November 2012


Clemens

Gast

Nun, dann sind es wohl Nahkampftechniken, war nur eine Vermutung meinerseits.

09:59
19. November 2012


Christof Ritter

Christof Ritter
Member

Beiträge 163

Beitrag 10:02 – 19. November 2012 bearbeitet von Christof Ritter


Doch alle Lust will Ewigkeit……………will tiefe tiefe Ewigkeit

10:01
19. November 2012


Christof Ritter

Christof Ritter
Member

Beiträge 163

sagen wir es mal so es ist verdammt schwierig von Abbildungen oder texten direkt auf die funktion der techniken schliessen zu können.
Da hilft nur eins ausprobieren und experimentieren;)

Doch alle Lust will Ewigkeit……………will tiefe tiefe Ewigkeit

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